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Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung bei der politischen Bildung in den letzten 20 Jahren bis zum Herbst 1988, Verwirklichung der ILO-Richtlinie zum Bildungsurlaub
Einstieg in das Sondervermögen "Arbeit und Umwelt", Einführung einer Investitionsrücklage für kleine und mittlere Unternehmen, Finanzhilfen in Höhe von 2,35 Mrd für eine Zukunftsinitiative Montanregionen und ein Zukunftsprogramm für die Küste, zusätzliche Bundesmittel für Städtebauförderung und Dorferneuerung, Wohnungsbau, Modernisierung und Energieeinsparung, Aufstockung öffentlicher Investitionen um 2,5 Mrd DM, Entlastung der Gemeinden von Sozialhilfeleistungen an Arbeitslose, Konzentration der Steuersenkungen auf kleine und mittlere Einkommen zur Stärkung der Massenkaufkraft
Vorlage eines Konzepts auf der Grundlage der EKD-Denkschrift "Gezielte Hilfen für Langzeitarbeitslose" durch die Bundesregierung, Förderung kommunaler Arbeitsbeschaffungs- und Investitionsprojekte für einen Zeitraum von fünf Jahren, insbesondere in Kommunen mit höherer Arbeitslosigkeit
Unterstützung der Beschäftigten im Krupp-Hüttenwerk Duisburg-Rheinhausen im Kampf um ihre Arbeitsplätze, Einhaltung der Vereinbarung zwischen Gesamtbetriebsrat und der Krupp-Stahl-AG
Begrüßung der Anstrengungen der Bundesregierung zur Bewältigung der Anpassungsprozesse bei Kohle und Stahl, Verzicht auf Massenentlassungen und Schaffung neuer Arbeitsplätze
Einberufung eines nationalen Stahlausschusses, Verlängerung des Produktionsquotensystems, gleichgewichtige Stillegung in den EG-Mitgliedstaaten, Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen, Begleitung durch Sozialpläne, Aufstockung der Beihilfen nach Art. 56 Abs. 2 EGKS-Vertrag, Eigenbeteiligung der Unternehmen
Reduzierung von Versorgungslasten der Bundesbahn auf die in vergleichbaren Unternehmen übliche Größenordnung, Übernahme darüber liegender Verpflichtungen in den Bundeshaushalt
Verbot der Produktion, des Inverkehrbringens und der Anwendung gentechnologisch produzierter leistungs- und wachstumsfördernder Hormone und Verbindungen in der Tierhaltung und des Inverkehrbringens entsprechend behandelter Nahrungsmittel; Einführung von Kontrollen an lebenden Tieren und tierischen Erzeugnissen; Einstellung aller mit öffentlichen Mitteln durchgeführten Forschungsarbeiten; Übertragung gleichlautender Bestimmungen ins EG-Recht
Anstehende Klagen, Folgen des Straßenbaus für Nordhessen, Alternativen: Finanzmittel z.B. für Verkehrsberuhigung von Ortsdurchfahrten, Bau von Rad- und Fußwegen, Ausbau des ÖPNV-Programms
Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung für die hungernde Bevölkerung Rumäniens, unbehinderte Zulassung von Hilfssendungen, Soforthilfeprogramm der EG im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe
Umfassendes Soforthilfeprogramm für die vom Hungertod bedrohten Menschen in Äthiopien, internationale Koordinierung, Vorbereitung von Hilfsmaßnahmen für möglicherweise im Sudan eintreffende Hungerflüchtlinge aus Äthiopien, Grundsätze für das Hilfsprogramm, Unterstützung längerfristiger Maßnahmen zur Beseitigung des Hungers in Äthiopien, insbesondere Verbesserung der Landwirtschaft und politische Lösung des Eritrea- und Tigray-Konflikts
Bedeutung der heimischen Steinkohle, Erhaltung des Hüttenvertrags und des Jahrhundertvertrags, Kernenergienutzung als Grundlage des Jahrhundertvertrags, Überprüfung des Verstromungsgesetzes bei Erhaltung des Mengengerüstes für Steinkohle bei der Verstromung, Hilfestellung für die Belegschaften bei Kapazitätsabbau
Verurteilung der völkerrechtswidrigen Besetzung Afghanistans und des menschenrechtsverachtenden Vorgehens der Sowjetunion in Afghanistan, sofortiger und vollständiger Rückzug der sowjetischen Truppen, Beendigung jeglicher ausländischer militärischer Unterstützung, Selbstbestimmung des afghanischen Volkes ohne Einmischung von außen
Kurzfristige Erhaltung aller Stahlstandorte und -arbeitsplätze durch Einrichtung konzerninterner "Beschäftigungsgesellschaften", Subventionierung nur unter Auflagen zur Arbeitsplatzsicherung in Form von Kapitalbeteiligungen bei Übertragung der Kontrollrechte an die Belegschaften, Arbeitszeitverkürzungen; ökologischer und sozialer Umbau der Stahlregionen durch öffentliche regionale Entwicklungsfonds; Vergesellschaftung der Stahlindustrie; staatliche Förderung des Umbaus durch ein Sonderprogramm sowie Verlängerung und Ausbau bereits existierender Strukturprogramme; Krisenregulierung auf EG-Ebene u.a. durch Verlängerung des Stahl-Produktionsquotensystems und Verhinderung von Dumping-Importen aus Entwicklungsländern
Im Rahmen einer ökologischen Energiepolitik aktuelle Sicherung der Arbeitsplätze im heimischen Steinkohlenbergbau und mittel- bis langfristige Schaffung ausreichender Ersatzarbeitsplätze in den Kohlenrevieren; sofortiger Ausstieg aus der Kernenergie zwecks Erhalt der derzeitigen Förderkapazitäten der Steinkohle, Subventionierung der Kokskohlenexporte in die EG bis 1991; Ersatz des Kohlepfennigs durch eine Primärenergiesteuer auf Öl, Gas und Kohle, Verwendung der Mittel für Energiewende- und Klimaschutzprogramme sowie zur Sicherung der Steinkohle, insbesondere für kommunale Energieversorgungsunternehmen; stärkerer Eigenkapitalbeitrag und Drosselung des Einflusses von VEBA und VEW auf die Ruhrkohle AG; keine Verwirklichung des EG-Binnenmarkts auf dem Energiesektor; Vorrangpolitik für Energieeinsparung und erneuerbare Energiequellen, Umbau der Kohlesubventionspolitik, Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, Fortführung der Kohleheizkraftwerk- und Fernwärmeprogramme bei Abbau des Stromeinsatzes im Wärmemarkt (Nachtspeicherheizungen)
Erweiterung der Mitwirkungsrechte der anerkannten Naturschutzverbände, Einführung der Verbandsklage, Streichung bzw. Änderung der Landwirtschaftsklauseln, bundeseinheitlicher Biotopschutz, Einführung von Betreiberpflichten, Umsetzung der EG-Richtlinie von 1985 betr. Umweltverträglichkeitsprüfung, Verbesserung des Rechts der Landschaftsplanung, Berichtspflicht der Bundesregierung über Maßnahmen zur Eindämmung der Gefahren für Natur und Landschaft, spezielles Artenschutzrecht
Weiterentwicklung des Personalvertretungsrechts: Erweiterung der Kompetenz der Einigungsstelle, Verbesserung der Arbeitsgrundlagen und der Rechtsstellung der Personal- und Jugendvertretung, Stellung der Gewerkschaftsmitglieder in Personalvertretungen, Einbeziehung der Berufs- und Zeitsoldaten in den Geltungsbereich des BPersVG, Vertretung der Geschlechter entsprechend ihrem zahlenmäßigen Verhältnis im Personalrat, Überprüfung des Gruppenprinzips und der Minderheitenregelungen, Anpassung der Rahmenbestimmungen der Länder an ein weiterentwickeltes BPersVG, Vorlage eines Berichts der Bundesregierung über die Erfahrungen mit dem BPersVG seit 1977 sowie Vorschläge zur Fortentwicklung des Personalvertretungsrechts
Entschädigung bisher nicht berücksichtigter NS-Opfer, Abgeltung für Härtefälle, Beihilfe für deutsche Staatsangehörige ungeachtet ihres Wohnsitzes und für im Bundesgebiet lebende Ausländer in Form einer Kapitalzahlung oder wiederkehrenden Leistung, Gleichstellung überlebender Ehegatten und Kinder mit den Verfolgten, Aufstockung des Fonds für jüdische Verfolgte, Zurverfügungstellung von jährlich 100 Mio. DM für diese Härteregelung
Erlaß der Verordnungen nach § 14 AbfG, Vorlage der TA Abfall, insbesondere zur Regelung der Abfallverbrennung, Appell an die Länder zur Umsetzung des Abfallgesetzes, Appell an beteiligte Wirtschaftskreise zur Entwicklung entsorgungsfreundlicher Produkte und zur Realisierung der Ziele des Abfallgesetzes, Appell an die Verbraucher zur Beteiligung am Recycling und zur Abgabe von Altölen bei den Sammelstellen
Aufhebung der Stufenregelung des Kindererziehungsleistungsgesetzes (KLG) und Zahlung der KLG-Leistungen von z.Z. 27,20 DM an alle vor dem 1.1.1921 geborenen Mütter (ab Jahrgang 1907) ab 1.1.1988
Grundsicherung für alle Personen über 65; 1.200 DM für Alleinstehende, 1.850 DM für Ehepaare, Anrechnung vorhandener Renten-, Erwerbs- und Vermögenseinkommen durch entsprechende Aufstockungsbeiträge auf die Höhe der Grundsicherung, Wegfall der Generationssubsidiarität, Erstattung notwendiger Mehrausgaben an den Rentenversicherungsträger durch den Bund
Änderung § 76 BSHG betr. Nichtanrechnung laufender und einmaliger Leistungen auf der Basis der Härtefondsregelungen für NS-Verfolgte auf die Leistungen nach dem BSHG; gleiche Regelung für Beihilfen aus Bundes- oder Landesstiftungen oder landesspezifischen Fonds für Verfolgte der NS-Herrschaft
Verstärkte Nutzung von Schiene oder Wasserstraße, Verbot des Straßentransports in § 7 der Gefahrgut-Verordnung Straße, verstärkte Nutzung des kombinierten Verkehrs
Transport gefährlicher Güter nur durch geprüfte Berufsfahrer entspr. Ermächtigung in § 3 Abs. 1 Nr. 9 des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter; praxisgerechte Lerninhalte der Lehrgänge zum Gefahrguttransport
Gesundheitsuntersuchungen als Voraussetzung für die Zulassung zum Gefahrgut-Fahrer entspr. Ermächtigung in § 3 Abs. 1 Nr. 13 des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter
Einführung des Amtes des Gefahrgutbeauftragten bei Verladern und Transporteuren zur Einhaltung der Vorschriften für einen sicheren Transport gefährlicher Güter
Erarbeitung verständlicher Vorschriften für den Transport gefährlicher Güter, Installierung eines Informationssystems (Datenbank) über Art und Weise des Transports gefährlicher Güter bei der Bundesanstalt für den Güterfernverkehr
Untersagung der Beförderung bei Zumutbarkeit der Produktion des Gefahrguts an dem Ort, an dem es benötigt wird; Aufnahme des Benzins in den Katalog der gefährlichen Güter ("Listengüter")
Schutz des Bürgers vor dem Risiko aus dem Transport gefährlicher Güter durch Entschärfung unfallgefährdeter Gefällstrecken durch Auslaufstrecken (geschotterte Randstreifen)
Einsatz mobiler Prüf- und Kontrollfahrzeuge nach US-Vorbild, verstärkte Kontrollen in den Betrieben sowie Austausch der dabei gewonnenen Informationen zwischen den Behörden, Konstruktion manipulationssicherer Fahrtenschreiber
Regelungen für mehr Sicherheit bei Gefahrgut-Transporten: Einbeziehung der Militärfahrzeuge, ebenso der Tankfahrzeuge der Bundeswehr, Bericht an den Bundestag über die Ergebnisse
Vorlage eines Gesetzentwurfs zur Umgestaltung der einkommensteuerlichen Regelungen für Veräußerungsgewinne aus Betriebsvermögen und wesentlichen Beteiligungen, damit mittelständischen Unternehmern das Ausscheiden aus dem Betrieb und eine Alterssicherung erleichtert werden; Einführung einer steuerstundenden Investitionsrücklage von 50 000 DM
Unverzügliche Vorlage des Berichts der Bundesregierung zur strukturellen Weiterentwicklung des Dienstrechts gem. Beschluß vom 14. November 1985 (BT-Drs 10/4225)
Streichung des "Generalinspektors für Wasser und Energie" gem. § 1 Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz; Ersatz durch eine Aufsichtsregelung zugunsten der Eigenverantwortung der Kommunen